Mehr Kreativität, mehr Flexibilität, mehr Mut

Zum Tod des Aldi-Gründers Theo Albrecht hat Spiegel-Online ein Interview mit dem Rechtsanwalt Brun-Hagen Hennerkes veröffentlicht (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,708968,00.html).

Er sieht jetzt die Chance für einen Wandel im Unternehmen, für sanfte Anpassungen, getragen durch mehr Kreativität, mehr Flexibilität, mehr Mut.

Aber was heißt „mehr Mut“ in einem Familienunternehmen?

Man investiert jetzt mehr? Macht mehr Auslandsgeschäft? Stellt auch einmal einen Quereinsteiger ein? Hier findet sicher jeder Betrieb seine eigenen Antworten.

Aus meiner Sicht ist ein wesentlicher Punkt, Entscheidungsfreude innerhalb der Organisation zu fördern. Das geht nur dann, wenn auch Mitarbeiter Entscheidungen treffen dürfen (und natürlich können) und Fehler gemacht werden dürfen. Wenn auch unbequeme Themen auf den Tisch gebracht und geklärt werden. Wenn Informationen zugänglich sind und Dinge kritisch hinterfragt werden können.

Hier tun sich Inhaber, die selbst das operative Geschäft steuern, oft sehr schwer.

Anderen vertrauen und andere „machen lassen“ ist aus meiner Sicht oftmals der Mut, den Inhaber aufbringen müssen, um eine mutige Organisation zu entwickeln.

 Beitrag von Michael Fraunholz

3 Antworten zu “Mehr Kreativität, mehr Flexibilität, mehr Mut”

  1. Birgit sagt:

    Loslassen und vertrauen, aber auch delegieren können – das sind in meinen Augen nicht nur in Familienunternehmen große Herausforderungen für Führungskräfte.

    Zugleich sollte nicht nur das Wachstum einer Organisation im Mittelpunkt stehen. Denn gerade dann, wenn auch jeder Einzelne angemessen innerhalb des Unternehmens wachsen, sich weiterentwickeln kann (und darf!), dann gewinnt auch die Organisation selbst an Größe.

    Nach innen und außen.

  2. Sehe ich genauso. Ich erlebe es gerade aus der Sicht als Beirat in einem Betrieb, der stark gewachsen ist. Zwar sind Umsätze und Erträge nun in einer anderen Grössenordnung, doch etliche Mitarbeiter sind im alten Modus stecken geblieben. Das wollen wir nun angehen, damit die eigentliche Basis für die jetzige Unternehmensgrösse, die Fähigkeiten und Verhaltensweisen der Mitarbeiter, den neuen Anforderungen entspricht.

  3. Hallo Michael, halllo Birgit – ich sehe das auch so. Und Michael, in deinem Beitrag “Mut zur eigenen Meinung” steckt ja auch ein Teil der Lösung, wenn nämlich in meetings der Einzelne mutig ist und Farbe bekennt.
    Ja, die Organisation an sich kann ja nicht mutig sein, sie kann sich mutig zeigen über die Entscheidungen, Entwicklungen und Innovationen und diese kommen schließlich von all den Menschen die dort zusammen arbeiten.

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